Fischtreppe am Hochablass: swa planen Fischaufstiegsanlage

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Am Hochablass, direkt am Kuhsee, tut sich in den kommenden Jahren einiges: Die Stadtwerke Augsburg (swa) planen den Bau einer Fischaufstiegsanlage – einer Art „Fischtreppe“, die Fischen und anderen Wasserlebewesen erstmals seit rund 120 Jahren wieder erlaubt, den Höhenunterschied am Wehr zu überwinden.

Was ist geplant?

Die neue Anlage soll aus über 70 einzelnen Becken bestehen, jeweils rund vier mal zwei Meter groß, die sich in Serpentinen unterhalb des Wehrs auf der Hochzoller Seite den Lech hinaufziehen. Damit sollen Fische und Kleinlebewesen künftig einen Höhenunterschied von rund acht Metern überwinden können – zum ersten Mal seit Bestehen des Hochablasses in seiner heutigen Form. Die Betonflächen der Becken werden bewusst aufgeraut, damit sich Moos ansiedeln kann und die Anlage auch optisch in den Fluss einwächst.

Warum die Anlage nötig ist

Der Hochablass staut den Lech schon seit dem 14. Jahrhundert, seine heutige Form stammt im Wesentlichen aus den Jahren 1911/1912. Seit der Errichtung des Wasserkraftwerks 2013 ist die Anlage baulich von der Stromerzeugung getrennt zu betrachten. Für Fische und andere Wasserlebewesen stellte das Wehr all die Zeit über ein unüberwindbares Hindernis dar. Der Bau der Fischaufstiegsanlage ist gesetzlich vorgeschrieben und geht auf die gewässerökologische Durchgängigkeit im Wasserhaushaltsgesetz zurück. Da der Hochablass im Einklang mit dem UNESCO-Welterbe steht, war für das Vorhaben eine enge Abstimmung mit der UNESCO-Welterbe-Geschäftsstelle, der Fischereifachberatung und den Denkmalbehörden nötig; die Genehmigung wurde im Juli 2024 erteilt.

Was bedeutet das für Besucherinnen und Besucher?

Die Bauzeit wird mit rund eineinhalb Jahren veranschlagt und hängt unter anderem von der Zahl und Häufigkeit möglicher Hochwasserereignisse ab. Während der Bauarbeiten kann es am Hochablass zu punktuellen Einschränkungen und kurzen Unterbrechungen beim Übergang über das Wehr kommen, gearbeitet wird zu den üblichen Tageszeiten. Baulärm, etwa durch Spundwandarbeiten, lässt sich dabei nicht immer vermeiden. Ein provisorischer Kiesdamm, der während der Bauzeit benötigt wird, soll im Anschluss zurückgebaut werden; die Stadt plant für die Übergangszeit einen Ersatz für Fußgänger und Radfahrende.

Quellen

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